Feuchte Kellerwände – was tun?

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Feuchte Kellerwände ? Kennst das Problem, oder ist dein Keller sogar betroffen?

Wenn du dieses Problem in den Griff bekommen willst, muss du als ersten Schritt die Ursache der Feuchtigkeit im Mauerwerk bzw. im Keller kennen. Grundsätzlich gibt es zwei verschiedene Ursachen:

 

  1. Die erhöhte Luftfeuchtigkeit im Keller kann nicht abgeführt werden, was zu Kondenswasser führt.

Dieses Problem tritt meist auf, wenn ältere Hauser saniert und gedämmt werden. Früher konnte die Feuchtigkeit, die ganz natürlich im Keller entsteht durch „undichte“ Fenster, Decken und Wände entweichen. Somit blieben die Kellerwände trocken.

Durch neue Fenster und eine Dämmung von Mauerwerk und Dach kann aber die Feuchtigkeit jetzt nicht mehr so einfach entweichen und bleibt im Haus. Das führt zu erhöhter Mauerfeuchte, die den idealen Nährboden für Schimmel bildet.

 

  1. Die zweite und auch häufigere Ursache von Feuchtigkeit im Keller sind bauliche Mängel.

Das reicht von fehlenden Fugenbädern (zwischen Bodenplatte und Kellerwand) über unzureichende Isolierung gegen Wasser bis hin, dass einfach keine Drainage zur Entwässerung eingebaut wurde.

Der Keller muss so ausgeführt sein, dass Wasser von außen niemals in den Keller eindringen kann, da es sonst genau zu diesen Problemen kommt.

 

Ein alter Keller der sehr stark vom Schimmel befallen ist

 

Wie kann man feuchte Kellerwände verhindern?

Ist der Keller noch nicht errichtet, so gibt es einige Punkte, die dafür sorgen, dass es auch in Zukunft zu keiner Kellersanierung kommen muss. Hier kurz eine Übersicht der wichtigsten Punkte gegen feuchte Kellerwände:

  • Wasser der Baugrube muss sofort abfließen können!
    Vor allem bei lehmhalten Boden kommt es leicht vor, dass bei starkem Regen sich das Wasser in der Baugrube (dem Aushub für den Keller) sammelt. Dies ist aber nicht nur in der Bauphase, sondern auch nach Fertigstellung des Kellers so.
    Damit dieses Problem nicht auftritt muss die Baugrube immer mit genügend Drainagen ausgestatten sein. Dadurch kann das Wasser immer abfließen.
  • Isolationsanstrich der Kellerwände
    Ein Isolationsanstrich sorgt dafür, dass kein Wasser in die Wand eindringen kann. Früher wurden hier Teeranstriche verwendet, heute nutzt man Großteiles Bitumenanstriche.
  • Der Keller muss von Kies umgeben sein
    Dadurch fließt das Wasser schnell ab und gelangt über die Drainagen aus dem „Gefahrenbereich“ Würde man stattdessen Erde verwenden, so würde die Feuchtigkeit lange gespeichert werden und über kurz oder lang auch in den Keller durchdringen.
  • Horizontalsperren im richtigen Bereich
    Unter Horizontalsperren versteht man alle Maßnahmen die dafür sorgen, dass die Feuchtigkeit in einem Baustoff nicht aufsteigen kann. Das ist besonders im Bereich zwischen Erde und Luft wichtig. Praktisch sieht eine Horizontalsperre so aus, dass man entweder Edelstahlplatten (früher) oder Bitumenbahnen (derzeit üblich) in die Mauer einarbeitet.

 

Hast du bereits feuchte Kellerwände, so findest du in diesem Beitrag die Anleitung, wie du das Problem in den Griff bekommst und eine Kellersanierung richtig machst.

Steht aber eine große Kellersanierung an, so sollte diese Sanierung von einem Profi gemacht werden. Der bringt dann die richtige Abdichtung an und macht auch das gesamte Feuchtigkeits- und Entwässerungs-Konzept für das Haus.