Krank durch Schimmel?

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Das gesundheitliche Risiko von Schimmel im Eigenheim wird immer noch stark unterschätzt. Es gibt schon unzählige Studien, die eindeutig belegen, dass Schimmel negative Auswirkungen auf die Gesundheit hat.

Mögliche Krankheiten sind beispielsweise:

  • Erkrankung der Atemwege
  • Bronchitis
  • Atemnot
  • Magen-Darm-Beschwerden
  • Husten
  • Fieber
  • Reizung der Augen
  • Erhöhte Infektanfälligkeit
  • Reizung der Haut
  • Chronischer Erschöpfungszustand
  • Konzentrationsstörungen
  • Alle Arten von Allergien

 

Natürlich sind nicht alle Arten von Schimmelpilzen giftig. Gorgonzola ist beispielsweise eine Käsesorte, die durch den Blauschimmel erst sein volles Aroma erhält. Die meisten Schimmelarten haben aber negative Auswirkungen auf unsere Gesundheit.

schimmlige Silikonfuge im Badezimmer

Vor allem im Badezimmer tritt Schimmel sehr oft auf. Meist entsteht dieser als erstes in Fugen zwischen den Fliesen. Aber auch Silikonfugen sind sehr häufig betroffen.

Und das genügt auch schon, damit das Risiko steigt, an den oben angeführten Krankheiten zu erkranken. Studien zufolge steigt das Risiko um 50-250% je nach Umfang des Schimmelbefalls.

 

Bist du auch betroffen?

Damit du einschätzen kannst, ob und wie stark du in deiner Wohnung auch schon von Schimmel betroffen bist empfiehlt es sich, einen Schimmeltest zu machen.

Hier gibt es zwei verschiedene Arten – du kannst entweder die Raumluft testen, oder Abstriche von Oberflächen machen. Die benötigten Tests bekommst du entweder bei der nächsten Apotheke, oder du kaufst direkt bei Amazon.

 

Soforthilfe bei Schimmel in der Wohnung

Wenn du akut betroffen gibt es einige Dinge, die du machen kannst, um die Schimmelbelastung zu verringern. Hier findest du einige Tipps, die du sofort Umsetzten kannst

  • Niemals Kippen – immer ganz Öffnen

    Richtiges Lüften – Höre auf ein Fenster zu kippen, das sorgt nur dafür, dass die warme Luft entweicht, ein Abtransport der Feuchtigkeit findet aber nur bedingt statt. Stattdessen solltest du regelmäßig Stoßlüften, mache dazu deine Fenster für 5-10 Minuten ganz auf. Dadurch tauscht sich die Luft und der Raum ist schnell nach dem Lüften wieder so warm, wie vor dem Lüften.

  • Konstant heizen – Es ist üblich, dass man nur zu bestimmten Zeiten heizt – meist morgens bis Nachmittag, da das angeblich Energie spart. Besser ist es aber konstant (also 24 Stunden am Tag) mit weniger Temperatur zu heizen, dadurch wärmt sich der Raum wirklich auf und der Schimmel kann nicht mehr so gut wachsen. Desweitern spart man bei gleichbleibender Raumtemperatur bis zu 27% an Energiekosten.
  • Lüften beim Duschen – Um beim Duschen nicht unnötig viel Feuchtigkeit im Raum zu halten, empfiehlt sich folgendes: Drehe, wenn du das Bad betrittst einen Heizstrahler auf, dadurch steigt die Temperatur, und die Luft kann mehr Wasser aufnehmen. Gleichzeitig öffne das Fenster einen Spalt (kippen ist auch möglich, aber nicht so effektiv). Dadurch verschwindet ein Großteil der Feuchtigkeit schon während des Duschens aus dem Badezimmer.