Optimales Wohnraumklima für die eigenen vier Wände

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Um zu verstehen, wie ein optimales Wohnraumklima aussehen kann, muss man zuerst verstehen, für wen welches Klima optimal ist.

Messung von Temperatur und Luftfeuchtigkeit

Daher solltest du folgendes wissen: Für Menschen ist es am angenehmsten, wenn der Raum rund 20°C und eine relative Luftfeuchtigkeit von 40-60% hat. Natürlich gibt es Menschen, die es ein paar Grad kühler haben wollen und andere, die sich erst bei 23°C richtig wohl fühlen.

Den zweiten Bereich, den man allerdings beachten sollte, sind die Idealbedingungen für Mikroorganismen wie Schimmel. Diese breiten sich am besten bei niedrigen Temperaturen (15-20°C) und hoher Luftfeuchtigkeit aus.

Herrschen nun also niedrige Temperaturen in einem Raum und gleichzeitig wird wenig gelüftet, steigt das Risiko für Schimmel.

 

Die optimale Lösung

Wenn man diese beiden Faktoren beachtet, gibt es eine einfache Lösung für ein gutes Raumklima.

 

  1. Die richtige Heizung

    Aktuell werden hauptsächlich zwei Arten von Heizungen verbaut. Das sind einerseits Fußbodenheizungen und andererseits klassische Heizkörper. Diese haben alle das Ziel, die Luft im Raum zu erwärmen. Die Wände hingegen bleiben kühler und somit hat der Schimmel bessere Lebensbedingungen.

    Besser ist hier eine Infrarotheizung. Diese hat den einfachen Vorteil, dass die Infrarotstrahlung erst Wärme erzeugt, wenn sie auf eine Oberfläche trifft, das heißt die Wände werden erwärmt. Werden nun die Oberflächen im Raum erwärmt, ist die Lufttemperatur durchschnittlich um 3°-5°C kühler ohne das es sich kälter anfühlt. (Da bei kalten Wänden diese Kälte abgestrahlt wird.)

     

  2. Richtige Heizzeiten

    In unseren Breiten ist es üblich, nur zu bestimmten Zeiten zu heizen, meist ist das morgens bis nachmittags. In der restlichen Zeit wird die Heizung abgedreht, da das Energie sparen soll.

    Frage: Du musst mit deinem Auto von München nach Wien fahren. Wann ist dein Spritverbrauch höher, wenn du a) alle 50km einen Stopp machst und danach wieder Vollgas weiterfährst oder b) wenn du kontinuierlich ohne Stopp durchfährst? Genau, du solltest kontinuierlich durchfahren.

    Und genau das kann man auch bei der Heizung machen. Mit weniger Energie aber dafür 24 Stunden am Tag heizen. Und das hat nochmal äußerst positive Auswirkungen, denn nun hat die Wand endlich Zeit sich wirklich zu erwärmen.

    Vorher war immer der Wechsel zwischen wärmerer und kühlerer Luft und da ein schwerer Baustoff wie Ziegel und Putz nur sehr träge Wärmeänderungen aufnehmen kann, wird die Wand nie richtig warm. Jetzt herrscht aber eine konstante Temperatur, und die Temperatur der Wand kann endlich steigen. Und das führt bekanntlich auch zu weniger Schimmel.

     

  3. Richtiges Lüften

    Natürlich ist es auch wichtig, die Feuchtigkeit aus dem Raum entweichen zu lassen, denn durch Menschen und Pflanzen im Raum steigt die Luftfeuchtigkeit immer weiter an. Mittlerweile ist den meisten schon bekannt, wie sie richtig Lüften sollen, aber hier nochmal eine kurze Zusammenfassung:

    1. Fenster immer Öffnen!

      Bei gekippten Fenstern findet nur ein minimaler Luftaustausch statt. Dadurch macht es keinen Sinn zum Lüften die Fenster zu kippen – Fenster immer Öffnen!

    2. Der beste Luftaustausch wird erreicht, wenn man für ein paar Minuten alle Fenster im Raum aufmacht. Dadurch wird die Luft schnell ausgetauscht und auch die Oberflächentemperatur der Wand bleibt stabil. Schließt man die Fenster, so ist bald wieder die Temperatur wie vor dem Lüften erreicht (auch an kalten Wintertagen)

 

  1. Viele Pflanzen in der Wohnung?

    Pflanzen tragen auch dazu bei, dass die Luftfeuchtigkeit in den eigenen vier Wänden ansteigt. Jedoch schaffen sie eine angenehme Luft, da sie CO² aufnehmen und Sauerstoff abgeben.

    Noch an kleiner Tipp am Rande: In der Nacht ist das genau umgekehrt: Pflanzen geben das CO² wieder ab, also verbanne alle Pflanzen aus deinem Schlafzimmer, wenn du einen gesunden und guten Schlaf haben möchtest.

 

  1. Noch immer zu hohe Luftfeuchtigkeit?

    Unter bestimmten Umständen kann es dazu kommen, dass man die Feuchtigkeit nicht weit genug senken kann. Beispiele dafür sind das Badezimmer aber auch das Schlafzimmer, da es hier meist kühler sein soll als in anderen Zimmern.
    In diesen Fällen bieten Luftentfeuchtungsgeräte die einfachste und schnellste Abhilfe. Diese sorgen mit dem Prinzip der Kondensation dafür, dass die Feuchtigkeit in der Luft flüssig wird und dann in einem Behälter gesammelt wird.

 

Optimales Wohnraumklima – Zusammenfassung:

Versuche einfach mal diese Tipps umzusetzen und du wirst sehen, das du dein Klima im Eigenheim schnell verbessern kannst. Natürlich musst du nicht sofort deine Heizung umbauen und auf eine Infrarotheizung umstellen, aber du kannst sicherlich 24 Stunden am Tag durchheizen, denn auch das bringt dich schon enorme Vorteile. Wenn du dann auch noch richtig Lüftest, wird Schimmel nahezu keine Chance mehr haben.

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